Wie können wir Sie unterstützen?
Der Landesselbsthilfeverband (LV) Sachsen für Osteoporose e.V. hat sich zur Aufgabe gestellt, Betroffene in Selbsthilfegruppen zu organisieren und die Bevölkerung für das Krankheitsbild zu sensibilisieren.
- Durchführung von Informations-Veranstaltungen
- Unterstützung bei Gruppengründungen
- Hilfe zur Selbsthilfe
- Informationsweitergabe
- Vermittlung Interessierter an bestehende Selbsthilfegruppen
- telefonische Auskünfte zu Ihren Fragen
- Organisation von Aus- und Weiterbildungen für Physiotherapeuten
Diagnose Osteoporose... was bedeutet das?
Wörtlich übersetzt heißt Osteoporose poröser Knochen. Als Osteoporose bezeichnet man eine über das normale Maß hinausgehende Brüchigkeit des Knochens, die durch eine Verminderung der Knochenmasse und eine Zerstörung der Knochenstruktur verursacht wird. Diese Knochen können dann schon bei alltäglichen Belastungen brechen. Zum Beispiel kann es bereits beim Bücken oder Heben von leichten Gegenständen zu Einbrüchen der Wirbelkörper kommen. Auch einfache Stürze können ausreichen, um einen Knochen zu brechen.
Die Krankheit wird meist erst dann erkannt, wenn starke Rückenschmerzen oder gar osteoporotisch- bedingte Knochenbrüche (insbesondere im Bereich der Wirbelsäule) den Betroffenen zum Arzt führen.
Typische osteoporosebedingte Brüche ereignen sich an den Wirbelkörpern, dem Oberschenkelhals und dem Handgelenk. Ein Rundrücken, auch Witwenbuckel genannt, kann ein sichtbares Zeichen für Osteoporose sein: Er entsteht, wenn geschädigte Wirbelkörper einbrechen, weil sie der Belastung nicht mehr standhalten.
Osteoporose zählt heute zu den häufigsten Knochenerkrankungen im Erwachsenenalter. Allein in Deutschland leiden nach Schätzungen von Fachleuten etwa fünf bis sieben Millionen Menschen an dieser Volkskrankheit. Die meisten von ihnen sind Frauen nach den Wechseljahren (postmenopausale Osteoporose). Etwa jede 3. Frau über 50 Jahre ist von Osteoporose betroffen. Die altersbedingte Osteoporose spielt auf Grund der immer höher werdenden Lebenserwartung ebenfalls eine große Rolle (senile Osteoporose). Daran erkranken etwa doppelt so viele Frauen wie Männer.
Wie entsteht Osteoporose?
Der Knochen besteht aus lebendem Gewebe. Durch ständige Umbauprozesse im Knochen wird alte Knochensubstanz abgebaut und neue wieder aufgebaut. Bei einem gesunden Menschen besteht ein Gleichgewicht zwischen Knochenabbau und Knochenaufbau. Bei der Krankheit Osteoporose ist dieses Gleichgewicht gestört, und es wird mehr Knochen abgebaut als aufgebaut.
Damit nehmen sowohl die Knochenmasse als auch die Knochenfestigkeit ab. Insbesondere die reinen Knochenbälkchen (Trabekel), die für die Stabilität des Knochens wichtig sind, werden ausgedünnt und im weiteren Verlauf der Krankheit zerstört.
Dadurch verlieren die Knochen an Festigkeit, sie werden immer brüchiger und brechen schließlich bei einem ansonsten harmlosen Ereignis, wie z.B. kleinen Stürzen aber auch alltägliche Handlungen (z.B. das Heben einer schweren Einkaufstasche, das Bücken oder gar das Niesen) können zu Knochenbrüchen führen.
Die Ursachen für die Entstehung von Osteoporose sind vielfältig.
Erbliche Veranlagung, hormonelle Veränderungen (z.B. Wechseljahre), Stoffwechselstörungen (z.B. Zucker-Krankheit), Medikamenten-Einnahme (z.B. Einnahme von Kortison) und Ernährungsmangel (z.B. bei kalziumarmer Ernährung) gelten als wichtige Risikofaktoren.
Zweifellos gehören Frauen in und nach den Wechseljahren zur größten Risikogruppe. Der Knochenmasseverlust kann bei Frauen in und kurz nach Beginn der Wechseljahre auf bis zu 5% jährlich ansteigen. (Im Gegensatz dazu verliert der gesunde Mensch normalerweise ab einem Alter von 35 Jahren jährlich etwa 1% der Knochenmasse.)
Wie erkennt man Osteoporose?
Die Krankheit wird meist erst dann erkannt, wenn starke Rückenschmerzen oder gar osteoporotisch- bedingte Knochenbrüche (insbesondere im Bereich der Wirbelsäule) den Betroffenen zum Arzt führen. Daher ist eine Früherkennung wichtig.
Ein Risiko für Osteoporose besteht dann, wenn mindestens einer der nachfolgenden Risikofaktoren zutrifft. Dann sollten Sie (falls noch nicht geschehen) Ihren Arzt unbedingt auf Osteoporose ansprechen!
- In Ihrer Familie/Verwandtschaft ersten Grades gab es schon eine Osteoporose-Erkrankung, einen Rundrücken, Wirbelkörper- oder Schenkelhalsbrüche
- Sie sind in den letzten Jahren 4 cm (oder mehr) kleiner geworden (prüfen Sie die Daten in Ihrem Ausweis)
- Sie leiden häufig an Rückenschmerzen (ohne dass eine Wirbelsäulenerkrankung bekannt ist)
- Sie hatten nach dem 40. Lebensjahr einen Knochenbruch (besonders Unterarm, Rippen, Oberschenkelhals)
- Sie stürzen mehr als zweimal im halben Jahr ohne Einwirkung äußerer Kräfte
- Sie haben ungewollt in den letzten Jahren mehr als 10% Gewicht verloren
- Ihre körperliche Aktivität ist oder war eingeschränkt
- Sie sind oder waren länger als 6 Monate an das Bett gefesselt (oder im Rollstuhl bzw. auf eine Gehhilfe angewiesen)
- Sie ernähren sich kalziumarm (wenig Milch, Milchprodukte oder grünes Gemüse)
- Sie haben länger als 6 Monate ein Kortisonpräparat eingenommen
Speziell bei Frauen:
- Sie hatten spät Ihre erste Monatsregel und kamen früh in die Wechseljahre
Weitere Risikofaktoren können auch ein zierlicher Körperbau, frühere Schwangerschaften und bestehende chronische Krankheiten (z.B. Magen-Darmerkrankungen, Schilddrüsen-Überfunktion) sein.
Wie die Osteoporose wirksam behandelt werden kann
Was können Sie selbst tun?
Sie persönlich können Ihren Körper für den Erhalt Ihrer Knochensubstanz ausreichend mit Baustoffen versorgen. Dies kann über eine knochenfreundliche Ernährung mit Kalzium und Vitamin D erreicht werden. Regelmäßige Bewegung sowie Sport und eine gesunde Lebensweise sind ebenfalls sehr wichtig und können eine medikamentöse Behandlung zusätzlich unterstützen.
Wenn Ihnen Ihr Arzt bereits ein Osteoporose-Medikament verschrieben hat, können Sie durch die regelmäßige Einnahme des verschriebenen Medikamentes erheblich zum langfristigen Erfolg Ihrer Behandlung beitragen. Dazu sind regelmäßige Arztbesuche erforderlich.
Was kann Ihr Arzt tun?
Ihr Arzt kann durch Fragen zu Ihrem persönlichen Gesundheitszustand und gezielte Untersuchungen eine Osteoporose ausschließen oder den Schweregrad Ihrer Osteoporose-Erkrankung feststellen. Er kann Ihnen bei Bedarf ein Medikament verschreiben, welches für Sie am besten geeignet ist.
Er sollte Sie in regelmäßigen Abständen erneut untersuchen, um festzustellen, ob die Behandlung noch fortgesetzt werden sollte bzw. ob weitere Schritte unternommen werden müssen, damit Sie Ihre Beweglichkeit und Lebensqualität erhalten oder gar verbessern können.
Ihr Knochen lebt
Entgegen der allgemeinen Annahme, Knochen seien nichts weiter als starre und leblose Stützen des Körpers, sind Knochen lebendige, anpassungsfähige Organe mit einem eigenen Stoffwechsel, die sich wie kein anderes Organ den geänderten Anforderungen des täglichen Lebens anpassen können.
Spezielle Zellen sorgen im Innern der Knochen für einen permanenten Auf- und Abbau der Knochenmasse. Die inneren Knochenstrukturen sind maßgeblich für die Stabilität und Elastizität verantwortlich.
Diese Mikroarchitektur aus feinen Bälkchen entwickelt sich entsprechend den Anforderungen, die an die einzelnen Knochen gestellt werden. Bei Knochen die durch Biegung belastet werden, entstehen quer liegende oder diagonale Bälkchen; bei Druck- oder Zugbelastung wird die Knochenkonstruktion durch senkrecht verlaufende Bälkchen verstärkt.
Besonderheiten der Osteoporose- Therapie
Osteoporose kann heute wirksam therapiert werden. Sie als Patient brauchen jedoch Geduld in der Behandlung. Es wird eine Zeit vergehen, ehe Sie eine Besserung Ihres körperlichen Zustandes spüren. Denn so schleichend wie die Krankheit sich ausbildet, so schrittweise stellen sich Behandlungsfortschritte ein.
Rechnen Sie damit, dass Sie die Therapie ein Leben lang fortführen müssen. Das erfordert von Ihnen neben dem Glauben an den Behandlungserfolg auch Disziplin in der Befolgung der ärztlichen Hinweise.
Die 3 Säulen einer Osteoporose-Behandlung
Die Osteoporose-Behandlung steht grundsätzlich auf drei Säulen:
- Die medikamentöse Therapie ist die wichtigste Säule, wenn bei Ihnen bereits die Diagnose Osteoporose gestellt wurde. Sie hilft, die Knochen wieder stabiler zu machen und kann dadurch das Risiko weiterer Knochenbrüche vermindern.
- Die Ernährung durch eine ausgewogene Mischkost mit hohem Kalziumanteil ist die zweite Säule der Therapie. Kann eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und/oder Vitamin D alleine durch die Nahrung nicht sichergestellt werden, ist eine zusätzliche Versorgung auch in Form von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln möglich.
- Schließlich wird das Therapiekonzept durch ein individuelles Bewegungsprogramm abgerundet, welches die dritte Säule der Therapie darstellt.
Mit Bewegung …
… aktiv gegen Osteoporose
Ein wichtiger Bestandteil jeder Osteoporose ist regelmäßige Bewegung. Das Prinzip ist einfach:
Bei Bewegung üben die Muskeln einen Reiz auf die Knochen aus und aktivieren damit den Knochenstoffwechsel. Insbesondere starke mechanische Belastungen haben einen günstigen Effekt au die Knochenbildung. Knochen verhalten sich dabei wie Muskeln. Bei starker Beanspruchung nehmen sie an Substanz zu, bei geringer Beanspruchung vermindert sich die Knochenmasse.
Wer rastet, der rostet!
Nehmen Sie sich die Zeit für ein regelmäßiges Gymnastik- oder Bewegungsprogramm. Am besten lernen Sie die Übungen unter Anleitung unserer speziell ausgebildeten Physiotherapeuten. Danach können Sie natürlich auch allein zu Hause üben. Wenn Sie die Möglichkeit haben, bewegen Sie sich oft an der frischen Luft! Die Sonnenstrahlung fördert die Bildung von Vitamin D, das Ihr Körper braucht, um das Nahrungs-Kalzium aus dem Dünndarm aufzunehmen. Vielerorts sind unsere speziellen Osteoporose-Selbsthilfegruppen im Raum Sachsen schon aktiv. Denn Sport und Bewegung sind am schönsten im Kreise von Gleichgesinnten. Wo sich in Ihrer Nähe eine Osteoporose- Gruppe befindet, erfahren Sie unter „Selbsthilfegruppen“.
Geeignete Sportarten bei Osteoporose:
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Wandern und Walking oder flottes Gehen, zum Beispiel auf einem Wander- oder Waldweg. Vermeiden Sie harte, asphaltierte Wege. Ziehen Sie gutes Schuhwerk an!
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Eine abgewandelte Form des Walking ist das Nordic Walking“. Hier wird das Walken durch den Einsatz von speziellen Stöcken unterstützt ( wie beim Ski-Langlauflauf). Dies entlastet die Wirbelsäule und schont sowohl die Hüft- als auch die Knie- und Fußgelenke
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Tanzen: Besonders klassische Tänze, z.B. Walzer, sind gutes Konditions- und Haltungs- training. Außerdem machen sie viel Spaß!
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Schwimmen: Beim Schwimmen fehlt wegen des Auftriebs im Wasser der Reiz durch die Schwerkraft. Sie können hierbei jedoch Ihre Koordination und Ihre Ausdauer trainieren.
edingt geeignete Sportarten:
- Radfahren, Reiten, Tischtennis
Nicht geeignete Sportarten:
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Alle Kampfsportarten, Mannschaftsspiele mit Gefahr von Stürzen (Handball, Fußball), Squash, Badminton und in gewissem Maße Tennis, Trampolinspringen, Wasserski, Ski Alpin und Rodeln.
Was Sie bei Ausdauersportarten beachten sollten:
Gerade am Anfang einer neuen Aktivität ist man sehr motiviert und mutet sich manchmal zuviel zu. Bitte achten Sie auf einen langsamen Beginn und halten Sie ausreichend Pausen ein (je nach Grad Ihrer Osteoporose-Erkrankung). Bei Unsicherheit fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Physiotherapeuten.
Medikamentöse Behandlung …
…die zentrale Säule der Osteoporose-Behandlung
Sie wird gezielt eingesetzt, um den verstärkten Knochenmasseverlust und eine Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes aufzuhalten sowie deren Aufbau zu unterstützen und somit Knochenbrüche zu verhindern. Heute gibt es zahlreiche Medikamente, mit denen Osteoporose- Patienten geholfen werden kann. Welche Art der Medikation für Sie die richtige ist, wird Ihr Arzt nach entsprechender Untersuchung mit Ihnen besprechen.
Nach heutigem Stand der Medizin sind zur Behandlung der Osteoporose die Bisphosphonate und die SERMs (selektive Ostrogen Rezeptor-Modulatoren) Therapien der ersten Wahl. Sie hemmen die bei Osteoporose besonders aktiven Knochenabbauzellen. Auf diese Weise wird der verstärkte Knochenabbau gebremst.
Schnell handeln ist angesagt!
Steht die Diagnose Osteoporose fest, muss möglichst schnell gehandelt werden, denn: mit jedem Knochenbruch, der verhindert wird, kann Ihre Lebensqualität erhalten bleiben.
Studien haben gezeigt, dass das Risiko, weitere Wirbelkörperbrüche zu erleiden, nach der ersten Wirbelkörperfraktur rapide ansteigt. Je mehr Wirbelkörperbrüche bereits aufgetreten sind, desto höher ist das Risiko für weitere. Eine von 5 Patientinnen, bei denen ein frischer Wirbelkörperbruch nachgewiesen wurde, erlitt im folgenden Jahr den nächsten Wirbelkörperbruch, wenn keine effektive Osteoporose Behandlung eingeleitet wurde.
Dies ist der Grund, warum von modernen Osteoporose-Medikamenten ein schneller Wirkungseintritt gefordert wird. Wobei der Begriff schnell“ in der Osteoporose-Behandlung nicht in Tagen oder wenigen Wochen zu messen ist, sondern mehrere Monate beträgt. Ein nachgewiesener Wirkungseintritt nach 6 Monaten gilt als besonders „schnell. Trotzdem sollte eine Osteoporose-Behandlung in der Regel mindestens 2 — 3 Jahre erfolgen.
Verfügbare Osteoporose-Therapien
• Bisphosphonate
Bisphosphonate können den Knochenabbau aufhalten und das Risiko für Knochenbrüche an Wirbelsäule und Schenkelhals schnell verringern. Sie haben sich als einfache und sehr effektive Osteoporose-Therapie bewährt und sind gut verträglich. Bisphosphonate sind zum Teil auch als Kombination mit Kalzium in einer Packung erhältlich.
• SERMs (selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren.)
SERMs sind Substanzen die den Östrogenen (Hormonersatztherapie) in der Wirkung am Knochen in vieler Hinsicht ähneln. Sie können den Knochenabbau hemmen und das Risiko für Knochenbrüche an der Wirbelsäule verringern (jedoch für Schenkelhalsbrüche konnte dies bis jetzt noch nicht belegt werden).
• Calcitonine
Auch das Hormon Calcitonin hemmt die knochenabbauenden Zellen im Körper. Als menschliches Calcitonin oder als Lachs- Calcitonin wird es im Rahmen einer Therapie injiziert. Inzwischen gibt es auch die Anwendung als Nasenspray. Wegen häufig auftretender Nebenwirkungen bzw. dem fehlenden Nachweis einer Senkung des Risikos für Knochenbrüche wird Calcitonin für eine längere Anwendung nicht empfohlen.
• Fluoride
Fluoridhaltige Medikamente können zwar den Knochenaufbau fördern. Allerdings konnte bisher keine eindeutige Senkung des Frakturrisikos für Fluoride nachgewiesen werden.
• Kalzium
Kalzium hat sich als Unterstützung einer Osteoporose-Behandlung bewährt. Der natürliche Kalziumverlust des Körpers kann bei unzureichender Kalzium-Aufnahme durch die tägliche Ernährung auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln (z.B. Kalziumtabletten) ersetzt werden.
• Vitamin D
Vitamin D ist notwendig, damit der Körper (las Kalzium gut aufnehmen kann. Es ist aber nur dann zusätzlich notwendig, wenn der Arzt einen erniedrigten Vitamin-D-Wert im Blut feststellt oder vermutet.
• Teriparatid
Teriparatid fördert den Knochenaufbau und vermindert das Knochenbruchrisiko. Zur Osteoporose-Behandlung muss die Substanz täglich injiziert werden. Es liegen noch keine langjährigen Erfahrungswerte vor.
• Hormone (Östrogene und Gestagene)
Östrogene können den zu Knochenverlust führenden Östrogenmangel ausgleichen. Der eigentliche Einsatz liegt in der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden. Eine Hormontherapie zur Verhütung von Knochenbrüchen kann heute wegen der gesundheitlichen Risiken nicht generell empfohlen werden.
• Strontiumranelat
Strontiumranelat, eine Erdalkaliverbindung, kann den Knochenabbau bremsen und den Knochenaufbau fördern. Das Knochenbruchrisiko kann vermindert werden. Die Substanz muss in Wasser aufgelöst und getrunken werden. Es liegen noch keine langjährigen Erfahrungswerte vor.
Für alle Präparate gilt jedoch: Erst die zusätzliche Gabe von Kalzium und Vitamin – D bewirkt über die Hemmung des Knochenabbaus hinaus eine erneute und rasche Zunahme der Knochendichte. Knochenschmerzen werden gelindert, das Risiko von Brüchen deutlich reduziert. Damit geben Kalzium und Vitamin- D jeder Osteoporose- Therapie unverzichtbaren Rückhalt.